Musicalprojekt: "Tom der Räuberjunge"

In den zweimonatigen Schulferien boten wir Volontäre im Rahmen des Ferienprogramms unter anderem ein Musicalprojekt für die Kinder der Kinderhäuser an.

 

In den zweimonatigen Schulferien boten wir Volontäre im Rahmen des Ferienprogramms unter anderem ein Musicalprojekt für die Kinder der Kinderhäuser an.


Begonnen hat das Projekt damit, dass zwei Volontärinnen durch ein aus ihrer Kindheit bekanntes Musical inspiriert wurden und daraufhin das komplette Skript umgeschrieben und ins Englische übersetzt haben. Die passenden Liedtexte haben sie zu bekannten Melodien selbst gedichtet.


Anschließend haben sich alle Volontäre ihren Gaben entsprechend eingebracht. Es gab die Tanzgruppe, die Theatergruppe und den Chor. Die Kinder durften sich frei für eine Gruppe entscheiden, in der sie dann ein- bis zweimal in der Woche geprobt haben.


Wir versuchten anfangs mit europäischen Methoden afrikanischen Kindern etwas beizubringen, doch wir merkten schnell, dass das nicht möglich ist. Wir stellten Perfektion und Leistungsdruck hinten an und machten uns immer wieder bewusst, dass es um die Kinder und ihre Talente geht.
Durch diesen Freiraum hatten alle mehr Spaß und wir sahen immer mehr ihr Potential und die Fortschritte der Kinder. Zum Ende hin war Ausdauer gefragt bis wir einen passenden Termin für die Premiere gefunden hatten.

 

Endlich war es soweit, die Bühne in der Community Hall war dekoriert, die Kinder kostümiert nur die Gäste blieben aus. Die Aufregung der Kinder stieg und die ersten Gäste kamen mit afrikanischer Pünktlichkeit. Trotz der Sorge, dass die Kinder nicht mit dem Publikum und den Scheinwerfern klarkommen würden, waren wir alle mehr als positiv überrascht. Es war ein voller Erfolg. Die Papas tanzten, jubelten und die Mütter strahlten stolz über das ganze Gesicht. Doch auch die Kinder sahen, was sie geleistet hatten und waren stolz auf sich.


Durch das positive Feedback ermutigt, beschlossen wir das Musical ein zweites Mal für das gesamte Werk aufzuführen. Diese Aufführung verlief sehr gut, bei der viele Studenten und die gesamte Grundschule zu Gast war.


Alles in allem war es eine sehr gute, wenn auch herausfordernde Zeit, die wir mit den Kindern erleben durften. Unser Ziel war es die Kinder in ihren Talenten zu fördern und ihnen vor Augen zu führen, wie begabt sie sind.

 

Außerdem wollten wir durch das Musical eine Botschaft sowohl an die Kinder, als auch an die Zuschauer vermitteln:


In dem Musical gab es zwei Welten: Die Räuberwelt und die Königswelt. Der Junge, Tom, die Hauptrolle, wächst in der Räuberwelt auf. Dort gehören stehlen, schlagen und lügen zum Alltag. Während einer Prügelei wird er von dem Königssohn gerettet und in die Königswelt gebracht. Er wird dort herzlich aufgenommen. Im Gegensatz zu seiner gewohnten Welt wird hier geteilt und Gemeinschaft gelebt. Der König kennt seinen Namen und verspricht ihm, immer bei ihm zu sein, auch wenn er ihn nicht sehen kann. Tom weiß durch den König, dass man Dinge durch Liebe ändern kann und kehrt somit zur Räuberwelt zurück, um diese allein zu verändern. Doch - er fühlt sich verloren und spricht mit dem König, auch wenn er ihn nicht sehen kann. Der König hört Tom und der Königssohn rettet ihn ein zweites Mal, um ihn in die Königswelt zurück zu bringen. Dort wird er mit offenen Armen von dem König empfangen und erfährt Vergebung dafür, dass er abgehauen ist.


So wie in der Geschichte ist es auch mit uns. Wir sind wie der kleine Tom, der sich zwischen der Räuberwelt und der Königswelt entscheiden kann. Durch den Königssohn - Jesus - können wir zum König - Gott - kommen. Er wartet auf uns und liebt uns.

 

 

 

 

 

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