Am vergangenen Dienstag, 9. Oktober 2012, hat ganz Uganda gefeiert – und wie! Der Anlass: Vor genau 50 Jahren wurde Uganda unabhängig.

 

Am vergangenen Dienstag, 9. Oktober 2012, hat ganz Uganda gefeiert – und wie! Der Anlass: Vor genau 50 Jahren wurde Uganda unabhängig.

 

Das ostafrikanische Land bekam seinen Beinamen "Perle Afrikas" von Winston Churchill, und wer einmal hier war, kann diesem Ehrentitel nur beipflichten.

 

Einiges von den Feierlichkeiten konnten wir hautnah miterleben. Am Montag waren wir Gäste beim alljährlich vor dem Nationalfeiertag stattfindenden National Prayer Breakfast, an dem u. a. auch der Präsident und seine Ehefrau und viele hochrangige Politiker teilnehmen.


Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war die Anwesenheit und der Redebeitrag von Stephen Kiprotich, der bei den Olympischen Spielen 2012 in London, die Goldmedaille im Marathonlauf für  Uganda gewonnen hat. Es war nach 40 Jahren die erste Goldmedaille und die zweite in der ganzen Geschichte des Landes. Verständlich, dass er jetzt ein Nationalheld ist und alle stolz auf ihn sind. Auf dem Bild unten ist er einmal in seiner Uniform als Gefängnisoffizier zu sehen, daneben beim Überqueren der Ziellinie.


Für uns war das eine starke Begegnung, zumal wir – nicht wissend, dass wir ihn treffen würden – in unseren vielen Vorstellungsrunden und –predigten oft auf ihn Bezug genommen hatten. Schließlich kommt das Bild vom Marathonlauf in der Bibel vor, um das Leben als Christ zu beschreiben.

 

Paulus gebraucht es, z. B. in 1. Korinther 9, 24-24:
Ihr wisst doch, dass an einem Wettlauf viele teilnehmen; aber nur einer bekommt den Preis, den Siegeskranz. Darum lauft so, dass ihr den Kranz gewinnt! Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist. Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will.

 

Björn und Helge, unsere beiden jüngsten Söhne, haben das Ziel bereits erreicht! Bei allem Schmerz über den Abschied, ist das unser Trost und unsere Freude!

 

Ab 13 Uhr fand im großen Mandela Stadion ein Gebetstag statt, der bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr andauern sollte. Als wir um ca. 14 Uhr hinkamen war jedoch noch nicht viel los, so dass wir Abends nochmal hingefahren sind, um bis 3 Uhr morgens zu bleiben. Es war eindrücklich, wie in Anlehnung an die Bibel (3. Mose 25) das 49. Jahr (Jubeljahr) beendet und das 50ste begonnen wurde.

 

Passend zum Jubeljahr war das Lied von Judy Jacobs "These are the days of Elijah (Year of Jubilee)" als Mottolied für das ganze letzte Jahr ausgewählt worden. Höhepunkt war, als sie selber über Mitternacht dieses starke Lied vortrug - und das ganze Stadion sang mit " … there´s no God like Jehovah …!" Hier könnt Ihr es Euch bei Youtube anhören.

 

Um 2 Uhr (!) kam der Präsident mit seiner Ehefrau nach einem langen Tag auch noch ins Stadion und auf ausdrücklichen Wunsch seiner Ehefrau sang Judy Jacobs es nochmal. Bewegend war noch ein sehr persönliches Gebet, mit dem der Präsident seine Rede abschloss.

 

 

 

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