• Gerald Kooli, Personalleiter/ HR Management

Wie geht es unseren Kindern? - Infos über die aktuelle Situation in Uganda


Nach vielen Fragen, wie es unseren Kindern geht, wie schlimm Covid-19 hier ausgebrochen ist, wie die aktuelle Situation im Land ist, ob die Leute hungern, ob Vision for Africa genug zu Essen verfügbar hat usw. möchten wir euch Informationen geben, die eure brennenden Fragen hoffentlich beantworten und euch auch beruhigen.


Generell ist der Corona Virus in Uganda bisher - im Vergleich zu vielen anderen Ländern, besonders im Vergleich zu Europa - ziemlich glimpflich verlaufen. Aktuell haben wir 54 bestätigte (getestete) Covid-19 Infizierte. Am Ostersonntag wurden erneut 169 Personen getestet und nur eine weitere Person war positiv. Todesfälle aufgrund des Virus gibt es bis hier noch keine (bestätigten). Ob die Zahlen repräsentativ sind ist fraglich, da die Tests sehr teuer sind und jede Privatperson selbst für den Test bezahlen müsste, daher vergleichsmäßig relativ wenig Tests durchgeführt werden. Die Regierung hatte bereits vor einem Monat einen Lock-Down veranlasst, was von geschlossenen gastronomischen Betrieben, zu Schließungen der großen Märkte und beschränkten Supermarkt-Öffnungszeiten bis hin zum kompletten Schließen des öffentlichen Verkehrs (Großraum-Taxis und "Boda-Bodas" - Motorradtaxis dürfen nur Güter transportieren) und zum generellen Verbot für private PKWs. Abends nach 19 Uhr dürfen auch keine Gütertransporte und Personen mehr auf den Straßen sein. Vor zwei Tagen wurde die First des Lock-Downs vom Präsidenten auf weitere 21 Tage verlängert.


Zu Vision for Africa:

  1. Wir möchten euch informieren, dass die Ugandische Regierung uns als Organisation letzte Woche Essen (Maismehl, Bohnen, Zucker und Milch) für die Kinder in den Kinderhäusern in Kiyunga gebracht hat. Wir sind sehr dankbar!

  2. Als Werk nehmen wir die Vorschriften des Gesundheitsministerium sehr ernst. An allen Eingangstoren steht Wasser, Seife und Desinfektionsmittel und jeder Ankömmling muss sich vor dem Betreten die Hände waschen/ desinfizieren. Die meisten Vorgänge haben wir gestoppt, so dass kaum mehr Leute von außen hineinkommen. Die meisten Angestellten, die von ihrem Zuhause zu uns pendelten wurden gebeten Zuhause zu bleiben.

  3. Bezüglich der Patenkinder: Alle, die nicht in den Kinderhäusern bei uns wohnen, wurden nach Hause geschickt. Nur jene, denen es nicht möglich war nach Hause zu gehen blieben bei uns in Kiyunga.

  4. Wir sind uns über Lebensmittelknappheit in vielen Zuhauses Ugandas bewusst, vor allem von jenen, die in Städten leben. Das ist vor allem deshalb, weil die meisten Händler in Städten von ihrem Tageslohn leben und sie ihre Geschäfte und Handel schließen mussten. Man beachte, unsere Kinder kommen überwiegend aus Dörfern auf dem Land und den Leuten in Dörfern geht es besser, sie haben noch ihre kleinen Marktstände und ihre eigenen bebauten Gärten. Es herrscht keine Hungersnot in Uganda, dass es kein Essen gäbe.

  5. Wir wissen natürlich, dass es durchaus Familien gibt, die nicht genug zu Essen haben. Doch die Regierung hat allen das private Verteilen von Lebensmitteln an andere untersagt (wegen Gefahr von Massenansammlungen). Essens-Verteilaktionen dürfen nur von der Regierung stattfinden. Auch wenn wir gerne manchen unserer Kinder in ihren Familien, die in/nahe Stadtgebieten leben helfen würden, erlaubt uns die Regierung nicht dort hin zu fahren. Nicht mehr als fünf Personen sind zudem an einem öffentlichen Platz erlaubt.

  6. Als Organisation haben wir genug Lebensmittel in unseren Vorratskammern. Wir hatten genug gekauft für ein ganzes Trimester. Wir haben also noch genug Essensvorrat.

  7. Bezüglich unserer Kinder in Karamoja: Sie haben noch genug Essen, allerdings verbietet die Regierung das Fahren von Ort zu Ort, weshalb wir nur schwer Essenslieferungen zu ihnen organisieren können. Wir beten, dass die Regierung uns auch in Karamoja beliefern wird oder die Regeln des Fahrverbots bald aufgehoben werden.

! Noch eine wichtige Information!


Wir können momentan nicht garantieren, dass Päckchen und Briefe zurzeit in Uganda bei uns ankommen. (Wir haben mehrfach die Info von erhalten, dass Päckchen wieder zurückgekommen sind!)

Bitte wartet mit dem Versand, bis sich die Lage gelockert hat und am besten fragt ihr vorab beim Postamt nach, ob der Versand nach Uganda zu dem Zeitpunkt eures Versuchs dann funktioniert!

Danke

Shalom, shalom,

Bleibt gesund!

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