• Mama Maria Prean

Brief von Maria Prean zum Tod ihres Sohnes Richard


Geliebte Verwandte, Geschwister und Freunde im Herrn Jesus Christus!


Am Mittwoch, den 15. 6. erreicht uns die herzzerreissende Nachricht, dass Richard einen schweren Autounfall hatte und es wahrscheinlich keine Überlebenschance mehr gibt.


Wir feierten im Rahmen unserer Gemeinde das Abendmahl als Familie und ehrten Richard und Patrick für den Segen, der Gott durch ihr Leben in unsere Familie, aber auch in das Reich Gottes gebracht hat.


Ich glaube, diese Fotos, die an diesem Tag gemacht wurden sprechen für sich.

3 Tage nachher, am Mittwoch, den 15. 6. erreicht uns die herzzerreissende Nachricht, dass Richard einen schweren Autounfall hatte und es wahrscheinlich keine Überlebenschance mehr gibt.


Der Unfall geschah in Masindi, fast 4 Fahrstunden von uns entfernt. Er war mit 4 anderen Leuten auf dem Weg zu einer Gerichtsverhandlung, die er für Freunde von uns, die im Norden Ugandas eine Arbeit begonnen haben, als Rechtsanwalt vertreten wollte, um diesen Menschen zu den richtigen Papieren für ihren Landkauf zu verhelfen. Alle anderen im Auto kamen fast unversehrt (kleine Kratzer) aus dem Auto, das sich mehrere Male überschlagen hat. Richard hatte möglicherweise einen massiven Herzinfarkt gehabt und die Kontrolle über das Auto verloren. Sein Kopf war total zertrümmert.


Wir waren als Familie sooo erschüttert und haben jetzt alle Tränen geweint, die wir hatten und auch allen Schmerz herausgeschrien. Wir sind jetzt leer und doch mit einem tiefen Frieden erfüllt, dass Gott keine Fehler macht. Als ich den Anruf erhielt, dass Richard wirklich in die Ewigkeit abberufen wurde und es von den Ärzten des Krankenhauses bestätigt wurde, sah ich in einer Vision Richards lächelndes Gesicht vor mir und er meinte: "Mama, all is well!" ("Mama, alles ist gut!")


Hier seht ihr nun ein paar Bilder von seinem Abschiedsgottesdienst in unserer Community Hall in Vision for Afrika in Kiyunga an dem bestimmt 2.000 meist junge Menschen teilgenommen haben. Ich hatte keine Ahnung wie bekannt Richard war hier in Uganda und wie viele Menschen er „berührt“ hat und die um ihn trauerten, aber es wurde uns allen bewusst, dass sein zerbrochener Körper nur mehr der Briefumschlag war. Richard ist in der Herrlichkeit Gottes und wir wissen, dass er jetzt erleben darf, was er immer geglaubt hat, dass für die, die den Herrn lieben eine Herrlichkeit wartet, die noch kein Auge hier auf Erden gesehen hat, kein Ohr gehört hat und es in kein Menschenherz eingedrungen ist.


Am Donnerstag abends fuhren wir mit dem Sarg von Richard mit seiner sterblichen Hülle auf den Gebetsberg. Wir brachten ihn in unser Wohnzimmer und seine engste Familie und innigsten Freunde haben mit uns die ganze Nacht den Herrn gelobt und gepriesen. Patrick und sein Team haben stundenlang mit uns den Herrn mit ihren Instrumenten gelobt, gebetet und unsere Herzen dem Herrn hingehalten. Die Gegenwart Gottes war so stark im Raum und auch die Gegenwart von Richard, dass wir glaubten, er wird aus dem Sarg herauskommen. Patrick öffnete den Sarg, aber Richard blieb außerhalb seines irdischen Körpers. Er hat es viel besser als jeder von uns, dort wo er jetzt ist.


Am Freitag haben wir ihn dann auf dem Gebetsberg in seine letzte irdische Ruhestätte getragen, neben unserem Wohnhaus, in der Begleitung von all seiner Familie, Verwandten, und Hunderten von Freunden und Bekannten.


Der große Gottesmann Hieronymus, der zwischen 331 und 420 lebte, sagte folgende tröstenden Worte: "Wir sollen nicht trauern, dass wir die Toten verloren haben, sondern dankbar dafür sein, dass wir sie gehabt haben, denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gottesfamilie und ist uns vorausgegangen."


Und Jesus sagt uns in Joh. 11:25: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt."


Und dieses Wort der Ermutigung und des Trostes haben uns Freunde geschickt und wir glauben und vertrauen darauf.