• Ps. Sam Edonyu, Jugendarbeit

Serere Jugend Gospel und Medizinisches Camp

Als Teil des Evangelisations- und Jüngerschaftsprogrammes von Vision for Africa, waren 47 unserer Studenten und Mitarbeiter letzte Woche in Serere auf einem praktischen Jugend Gospel und Medizinischen Camp.


Als Teil des Evangelisations- und Jüngerschaftsprogrammes von Vision for Africa, waren 47 unserer Studenten und Mitarbeiter letzte Woche in Serere, einem ‘Bezirk’ im Osten Ugandas, auf einem praktischen Jugend Gospel und Medizinischen Camp. Es war das 6. jährliche Jugend Camp und zog Jugendliche auch aus anderen Teilen des Landes an, wie z.B. aus Gulu, Mbale, Soroti und Pallisa. Die Aktivitäten dieser Woche waren ein Seminar über ‘Das Herz des Vaters’, freie medizinische Versorgung im Serere Gesundheitszentrum, Gefängnisdienst und Unterstützung im Serere Gefängnis, eine Gebetskonferenz und ein Open Air Gospel Outreach im Zentrum von Serere. Während dieser Woche konnten wir tiefe Heilungen im Herzen vieler sehen, die Gefangenen lernten wieder zu lächeln, jeden Abend kamen viele Menschen nach Vorne um das Lebensübergabe-Gebet zu beten und viele gaben ein Zeugnis über persönliche Heilung. Weiter unten kannst du genaueres lesen.


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Herz des Vaters - Seminar

Das "Vater Herz Seminar" war ein dreitägiges Lernprogramm für unsere Studenten, mit mehreren verschiedenen Rednern und thematischen Sessions.

Es begann am Montag, 30.April, mit einer Session über Sohnschaft, von Frau Joanna Watson. Ihre Hauptaussage war, dass wenn wir Jesus Christus als unseren Herrn und Erlöser annehmen, wir Kinder Gottes werden und darum seine Söhne und Töchter sind, die Gott so liebt, wie er seinen Sohn Jesus Christus liebt.

Durch diese Session begannen die Studenten zu verstehen, dass sie wirklich Söhne und Töchter Gottes sind und darum freien Zugang zu ihrem Vater haben. Joanna verglich die Beziehung, dir wir mit Gott haben sollten, mit der eines Vaters mit seinem Sohn. Die Beziehung sollte darum von Offenheit geprägt sein.

Später an diesem Tag, sprach Joshua über Vergebung. Vergebung ist ein Thema, das so einfach scheint und doch so schwer umsetzbar ist. Es bedeutet das Loslassen von den Menschen, die uns verletzt oder geschadet haben. Oft behaupten wir Menschen bereits vergeben zu haben und doch machen wir sie unbewusst oder bewusst immer noch verantwortlich für den Schaden, den sie uns zugefügt habe. Wahre Vergebung endet in innerer Heilung.

Nach dieser Session hatten wir eine Zeit des Gebetes, wo unsere Studenten die Möglichkeit hatten zu vergeben und jene in ihrem Inneren freizusetzten, die an ihnen schuldig geworden waren.

Am nächsten Tag hatten wir eine Session über Intimität mit Gott, geleitet von Frau Joanna Watson. Wiedergeboren zu sein ist keine Religion sondern eine persönliche Beziehung mit Gott. Diese Aussage soll unseren Fokus von unserer täglichen Routine auf unsere Beziehung mit Gott bringen.

Die nächste Session wurde von Frau Drusilla Edonyu geleitet. Sie sprach über Abhängigkeit von Gott. Von Gott abhängig zu sein bedeutet loszulassen von den Dingen, in denen wir Trost finden, und auf Gott allein zu schauen. Es bedeutet sich selbst ganz Gott hinzugeben. Wenn du von Gott abhängig bist, kannst du Risiken im Glauben eingehen, denn du bist dir sicher, dass Gott für dich da ist.

Der letzte Tag des Seminares war ein Tag des Gebetes und des Fastens. Die Studenten wurden in vier Gruppen aufgeteilt und machten eine Gebetskette, wodurch jede Gruppe für eine Stunde das Gebet übernahm. Dadurch gab es den ganzen Tag über Gebet.

Am Nachmittag gab es eine Fragen und Antworten Session über Beziehungen, Ausgehen und Umwerben. Die Fragen der Studenten wurden von verschiedenen Pastoren, Rednern und Teamleitern gut beantwortet.


Gebetskonferenz

Die Gebetskonferenz war eine Gelegenheit für die Studenten Gemeinschaft mit der Kirche vor Ort zu haben und gemeinsam für Serere zu beten. Es war ein zweitägiges Programm, vom 4. bis zum 5.Mai und wir waren gesegnet mit drei Rednern, die verschiedene Sessions leiteten. Pastor Emmanuel Ochen aus Pallisa leitete die Versammlung im Gebet für Serere.

Herr Tom Aziku Zata führte durch die nächste Session über Begegnungen mit der Dunkelheit und betonte, dass wir in den Wegen Gottes gehen sollen. Am nächsten Tag sprach er über das Wandeln in der Gegenwart Gottes. Dies bedeutet das Leben in der Gegenwart Gottes und alles darin zu tun. Jedes Mal, wenn wir die Gegenwart Gottes verlassen, verändert sich unsere Umgebung, wir verlieren Autorität, wir fühlen uns zurückgewiesen und voller Scham. Doch wenn wir in Seine Gegenwart zurückkehren, gibt er uns unsere Autorität zurück, kleidet uns und erfüllt uns mit großer Freude. In seiner Gegenwart ist alles, was wir brauchen und uns wünschen.

Herr Chris Rwakasisi leitete die Versammlung in einer Session über innere Heilung. Innere Heilung kommt als Folge von Vergebung. Er teilte sein persönliches Zeugnis und erzählte davon 21 Jahre im Gefängnis gewesen und zum Tode verurteilt zu sein für ein Vergehen, das er nicht begangen hatte. Er vergab allen, die ihn verraten hatten. Als Resultat davon wurde er nicht nur innerlich frei, sondern auch vom Gefängnis entlassen. Er betonte, dass wir Menschen vergeben sollen, die an uns schuldig geworden sind und die wir in unseren Herzen eingesperrt haben – wir müssen sie freisetzen. Es gibt eine bekannte Redenswendung, die von vielen Pastoren hier verwendet wird: "Vergib und vergiss!". Wie schwer es auch sein mag Menschen zu vergeben, das Richtige ist ihnen zu vergeben und sie nicht mehr für ihre Sünden zu verurteilen.

Als Ergebnis dieser Rede, konnten die Leute wahrlich vergeben und all jene in ihren Herzen freisetzen, die sie verletzt hatten. Es gab große Freude in ihren Herzen und viele gaben Zeugnis.


Medizinischer Einsatz, 3.-5.Mai

Ein Team von medizinisch ausbildeten Freiwilligen versorgte ca. 400 Leute gratis im Serere Gesundheitszentrum. Dies war ein großer Erfolg, verglichen zu den vorigen Jahren, denn dieses Mal wurde das Team von einer kompetenten Labor-Gruppe unterstützt, die die Arbeit der Ärzte, welche hauptsächlich das Diagnostizieren von Krankheiten und Verschreiben der richtigen Medizin umfasste, um Vieles erleichterte.

Die ganzen Medikamente wurden von Vision for Africa besorgt, was sehr notwendig war, denn das Gesundheitszentrum vor Ort war sehr heruntergekommen, es gab so gut wie keine Medikamente, keine Ausstattung und sehr wenige Angestellte.

Es gab sehr viele kranke Menschen, da dies eine Malaria-Zone ist, die Stationen hatten zu wenige Betten und so hatten einige Patienten schon wochenlang gewartet und keine Behandlung bekommen.

Und so schrubbte ein Team unserer Jugendlichen die Böden und Wände, während manche das Gras rund um das Gelände mähte. Andere gingen von Station zu Station und legten den Kranken die Hände auf um für sie im Namen Jesu um Heilung zu beten – was für eine Übung im Glauben!!! Es war unglaublich was wir erlebten, denn jeden Tag kamen Patienten von dort am Abend zu unseren Open-Air-Einsätzen und berichteten davon, wie sie geheilt und vom Gesundheitszentrum entlassen worden waren.


Haus zu Haus Evangelisation

Studenten gingen von Haus zu Haus und teilten das Evangelium mit den Menschen. Dies war eine sehr aufregende Erfahrung – mitten durch den Savannah-Busch zu marschieren, auf der Suche nach Lehmhütten, um dort zu predigen und für Kranke zu beten. Am Abend kamen die Gruppen dann mit Berichten über Bekehrungen zurück.